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Wir leben Boule

RILCHINGEN-HANWEILER
„Ich würde sagen, wir leben Boule“
Der Pétanque Club Hanweiler lockt mittwochs und freitags Spieler aus dem Saarland, Frankreich und Luxemburg

Von Heiko Lehmann, 28.08.2015 00:00

Boule SZ

Peter Bopp vom Pétanque Club Hanweiler demonstriert auf der Vereinsanlage, worauf es beim Boule ankommt. Foto: Heiko Lehmann


Zwischen 30 und 40 Spieler kommen zweimal pro Woche von 15 Uhr bis in den Abend nach Rilchingen-Hanweiler um beim Pétanque Club Boule zu spielen. Dabei leben die Spieler das besondere Flair der südfranzösischen Lebensart.


Jeden Mittwoch und jeden Freitag legt sich über einen kleinen Teil von Rilchingen-Hanweiler das ganz besondere Flair der französischen Lebensart. Ruhig und gemächlich geht es zu auf dem großen Bouleplatz des Pétanque Clubs Hanweiler. Ganz entspannt werden hier und da ein paar Kugeln geworfen oder bei einem kühlen Getränk ein Schwätzchen gehalten. Gegrillt wird ebenfalls regelmäßig.

Wolfgang„Ich würde sagen, wir leben Boule. Training würde ich es nicht nennen, wir spielen einfach zusammen. Die Jungen mit den Alten, die Starken mit den nicht so Starken“, sagt Wolfgang Heblich über das Treiben auf dem Bouleplatz.

Zwischen 30 und 40 Spieler kommen zweimal pro Woche von 15 Uhr bis in die Abendstunden nachRilchingen-Hanweiler, um Boule zu spielen. Und das bereits seit 30 Jahren, denn so lange gib es den Pétanque Club bereits.

Fast die Hälfte der Mitglieder sind Franzosen, und einige kommen sogar aus dem lothringischen Bitche.

Patrice„Die Kameradschaft und der wunderschöne Platz haben mich von Anfang an überzeugt. Dafür setze ich mich auch gerne eine Stunde ins Auto“, sagt Patrice Caniffi aus Lemberg bei Bitche.

Andere wiederum kommen aus der Umgebung, aus Saarbrücken oder sogar aus Luxemburg, um das besondere Boule-Flair zu genießen. Und wenn der bekannte Liedermacher Hannes Wader mal im Saarland auf Tournee ist, dann schaut er wie im Jahr 2006 ebenfalls beim Pétanque-Club vorbei und spielt eine Runde mit.

Doch am Besten beschreibt das Boule-Flair wohl eine Szene von vergangenem Mittwoch. In einer Ecke des Platzes spielen ein deutscher Rentner und ein französischer Rentner, der aus Algerien stammt. Als das Spiel beendet ist, setzen sich beide auf eine Bank, gestikulieren wild mit den Händen, klopfen sich auf die Schulter und fangen an zu lachen.

peter„Der eine ist Manfred, der andere ist Djallel. Manfred kann überhaupt kein Französisch, und Djallel spricht kein Wort Deutsch. Sie sprechen Boule, wenn man so will“, sagt Peter Bopp vom Pétanque-Club, der schon an Weltmeisterschaften teilnahm.

Aktuell hat der PC Hanweiler vier aktive Mannschaften und mehr als 50 Mitglieder. Mit Jacques Wolf stellt der PCH sogar einen aktuellen Saarlandmeister.

Jeder, der möchte, kann mittwochs und freitags beim Pétanque-Club vorbei schauen und mitspielen (Kugeln werden gestellt). 

Passo ist tot

PassoPasso ist tot - Ein Nachruf 

Freitagnachmittag. Zwischen zwei Partien erfahre ich es - Passo ist tot.

Sprachlosigkeit und Traurigkeit, das sind Gefühle, die nach dem ersten Schock in mir aufkommen. Ich lasse die Kugeln liegen und halte inne.

Viele Bilder gehen mir durch den Kopf. Auch wenn unsere erste Begegnung schon mehr als zwanzig Jahre zurückliegt, so sind die Erinnerungen für den Moment so nah und klar. 

1993 Französische Meisterschaft Mixte in Sarreguemines - Finale.
Nie hatte ich so einen ansatzlosen Armschwung, fast mechanischen Bewegungsablauf bei einem Tireur gesehen. Eigentlich kann ich mich an keinen Fehlschuss erinnern und die Carreau-Quote war einfach phänomenal. An diesem Tag konnte nur Passo und seine Partnerin Champions de France werden. 

Unmittelbar nach dem Finale - viel Gerangel, Glückwünsche, Interviews. Ich dachte, kann ich ihn jetzt wirklich ansprechen. Ich, mit meinem gebrochenen Französisch. Ich tat es.
Trotz des Rummels, trotz der vielen Stimmen hatte ich sofort für einen Moment die ungeteilte Aufmerksamkeit von Passo. Ich gratulierte ihm und schloss die Frage an, ob er sich denn vorstellen könnte in Deutschland ein Turnier zu spielen. Schwarze, funkelnde Augen blickten mich schellmisch an "Für ein kaltes deutsches Bier mache ich doch alles und meinen Partner Marco bring ich auch mit". Gesagt getan. Zwei, drei Telefonate folgten noch, der Deal war in trockenen Tüchern; Passo und Marco die Stars bei unserem Turnier. 

Auch an einen besonderen Tag muss ich denken. Es war die Trauung von Marco Foyot. Der Aperitif fand auf einem kleinen typischen Marktplatz in der Nähe von Montpellier statt. Nach dem ein oder anderen Pastis macht ich mir den Jux und forderte Passo zu einem Tête à tête auf. Tatsächlich hatte er seine Kugeln griffbereit und schlug ein. 

Passo hatte einige Pastis Vorsprung. Begleitet von neckischen Kommentaren ließ er mich, den Deutschen, vor versammelten Gästen zunächst einmal gut aussehen. Dafür war ich ihm auch sehr dankbar, denn bei soviel Fachprominenz hätte ich mich auch bis auf die Knochen blamieren können. Bei 8:5 war dann allerdings Schluss mit lustig. Passo drehte auf. Und wie…. Die Carreau`s flogen mir nur so um die Ohren. Mit einem grinsenden "oooh….. un trou" und dann doch einem "sur place" macht er dem Spielchen eine Ende.

 

Mit Passo hat unser Sport einen genialen Spieler aber vor allem einen Kameraden mit großem Herz verloren. Wir werden ihn nicht vergessen. 

Oranienpark-Turnier

Sascha Löh und Wolfgang Heblich gewinnen Finale gegen Rosario Italia und Joachim Neu.

104 teilnehmende Mannschaften.

loeh heblich

 

 

tab oranienpark

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